Sonntag, 4. Dezember 2016

Mein Kampf gegen die Spätakne... Feuchtigkeitspflege mit Caudalie

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie froh ich bin, meine Spätakne ohne Medikamente in Griff bekommen zu haben. Die Vorgeschichte habe ich euch hier erzählt. Auch meine Reinigungsprodukte habe ich euch schon vorgestellt. Allerdings hat sich eine kleine Änderung ergeben. Ich verwende nicht mehr das Dermasence Tonic, sondern ein Rosenwasser als Gesichtswasser. Auch ein Fruchtsäurepeeling, ebenfalls von Dermasence, hat den Weg in meine Pflegeroutine gefunden.

Heute geht es um eine Feuchtigkeitspflege, die sich in den letzten Monaten bewährt hat. Meine Haut liebt dieses Produkt und deshalb möchte ich euch heute davon berichten. Die Rede ist von dem

Caudalie Vinosource Mattierende Fluid

Caudalie Vinosource Mattierende Fluid


Im April hatte Caudalie zu dem #lifeisbetterinpink Event eingeladen und die neuen Vinosource Cremes vorgestellt. Bis dahin hatte ich verschiedene Cremes, zum Glück nur in Probiergröße, getestet, die meine Kosmetikerin mir mitgegeben hatte. Sie meinte, dass wir ein wenig rumprobieren müssen, bis wir die ideale Creme für meine Bedürfnisse gefunden haben. Und sie hatte Recht. Egal ob es Cremes von Dermasence, La Roche-Posay, SkinCeuticals oder auch andere von Caudalie waren, mit keiner hat sich meine Haut zufrieden gegeben. Sie hat entweder mit starker Trockenheit oder weiteren Pickeln reagiert.

Bis ich meinen neuen Favoriten entdeckt habe.

Caudalie Vinosource Feuchtigkeitspflege
von links nach rechts: Sorbecreme, Mattierende Fluid, Nährende Pflegecreme, Stark Nährende Pflegecreme, Weinraubenwasser


Die vier neuen Feuchtigkeitscremes aus der Vinosource Serie bieten für jeden Hauttyp die perfekte Feuchtigkeitspflege. Da gibt es

    • eine sehr leichte Sorbet Creme, die besonders gut für die empfindliche Haut geeignet ist, 
    • ein mattierendes Fluid, welches den Talgüberschuss reguliert, 
    • eine nährende Creme für die trockene Haut und 
    • eine sehr reichhaltige Creme für die sehr trockene Haut

Einen kurzen Überblick gebe ich euch hier. Heute geht es um die Creme, die jeden Morgen zum Einsatz kommt und meiner Haut sehr gut tut.

Vorher kurz ein kleiner Ausflug zu Caudalie: Wer Caudalie noch nicht kennt, hier ein paar Randinformationen: Bei Caudalie handelt es sich um Naturkosmetik, die immer natürliche und umweltfreundliche Aktivstoffe bevorzugt. Es werden z.B. Extrakte aus Weinreben aus der Region um Bordeaux, der Champagne und dem Burgund eingesetzt. Alle Caudalie Produkte sind ohne

  • Parabene
  • Phenoxythanol (als Konservierungsstoff)
  • Mineralöle
  • Paraffine
  • synthetischen Farbstoffen
  • Sodium Laureth Sulfate
  • Phthalate (Weichmacher)
  • Rohstoffe tierischen Ursprungs

Dafür werden aber folgende Inhaltsstoffe eingesetzt:

  • Biologisches Eau de Raisin, Traubenöl, Vinolevure®
  • Pflanzliche Öle wie Argan-, Borretsch-, Nachtkerzen-, Hibiskus- und Sesamöl
  • Natürliche Feuchtigkeit spendende Aktivstoffe wie Cassia Angustifolia, Erbsen
  • Karité-Butter
  • Natürliche Emulgatoren
  • Salbei, Kamille, Leinen
  • Aprikosen- und Avocado-Butter
  • Ginseng, Ingwer, Echinacea
  • Pflanzliches Wasser aus Orange und Zitrone
  • Extrakte aus Eisenkraut, Zitrone, Wacholder, Ginster, Geranie, Rosmarin, Minze und Pfefferminze

Caudalie Vinosource Mattierende Fluid


Das Vinosource Mattiernde Fluid ist von der Konsistenz her eine leichte Creme, die sich sehr gut in die Haut einarbeiten lässt. Sie soll sofort mattieren und den Talgüberschuss regulieren. Außerdem soll sie die Wasserreserven der Haut wieder herstellen. 

Die Inhaltsstoffe sind zu 92% natürlichen Ursprungs (Quelle. www.caudalie.de):

AQUA (WATER), VITIS VINIFERA (GRAPE) FRUIT WATER*, BUTYLENE GLYCOL*, TAPIOCA STARCH POLYMETHYLSILSESQUIOXANE*, CYCLOPENTASILOXANE, SQUALANE*, DIMETHICONE, CETYL ALCOHOL*, PARFUM (FRAGRANCE), ALCOHOL*, BENZYL ALCOHOL, ACRYLATES/C10-30 ALKYL ACRYLATE CROSSPOLYMER, POTASSIUM CETYL PHOSPHATE, ISOSTEARYL ISOSTEARATE*, STEARIC ACID*, CETYL STEARATE*, CAPRYLYL GLYCOL, PALMITOYL GRAPE SEED EXTRACT*, POLYMETHYL METHACRYLATE, HYDROXYETHYL ACRYLATE/SODIUM ACRYLOYLDIMETHYL TAURATE COPOLYMER, ENANTIA CHLORANTHA BARK EXTRACT*, VITIS VINIFERA (GRAPE) JUICE*, TOCOPHEROL*, PENTYLENE GLYCOL, LINUM USITATISSIMUM (LINSEED) SEED EXTRACT*, SODIUM HYDROXIDE, SODIUM PHYTATE*, CITRIC ACID, DEHYDROACETIC ACID, POLYSORBATE 60*, SODIUM CARBOXYMETHYL BETA-GLUCAN, SODIUM BENZOATE, POTASSIUM SORBATE, ORTHOSIPHON STAMINEUS LEAF EXTRACT*, MALTODEXTRIN*, SILICA, XANTHAN GUM, OLEANOLIC ACID* (125/075)

Das beruhigen Weintrauben-Gesichtswasser (wird aus frischen Weintrauben gewonnen und ist reich an Spurenelementen und Feuchtigkeit spendenden Zuckerstoffen), sowie die Weintrauben-Polyphenole (stärksten Antioxidantien der Pflanzenwelt - schützt die Haut vor freien Radikalen, die für die Hautalterung verantwortlich sind) und Venolevure® (aus der Weinhefe gewonnen - nimmt Feuchtigkeit auf und hält diese fest) kommen in diesem Produkt zum Einsatz. Extrakte aus Java-Teeblättern und Leinsamen-Puder absorbieren und regulieren die Talgproduktion. 

Nachdem die Creme eingezogen ist, bleibt tatsächlich eine mattierte Haut zurück. Sie fühlt sich einfach nur weich und gepflegt an. Genau so soll sich Haut anfühlen. Und ich bin überzeugt, dass sie es auch gut schafft meine Haut im Laufe des Tages nicht glänzen zu lassen. Bei einer Mischhaut kann das doch recht schnell passieren. Außerdem mag ich den kräuterlastigen und frischen Duft sehr gerne.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die Haut nicht überfordern soll, gerade wenn sie mit sich selber nicht im Einklang ist. Meine aktuelle Pflegeroutine wird von meiner Haut sehr gut vertragen und ich merke, dass ich immer öfter kleine Ausflüge zu anderen Produkten machen kann. So kommt mittlerweile auch ein Serum, sowie die eine oder andere Maske zum Einsatz, ohne dass sich gleich wieder Pickel zu Wort melden.

Aus der Vinosource Serie gibt es noch die Sorbetcreme, diese war mir aber zu leicht und hat nicht genügend Pflege geboten. Die beiden anderen nährenden Cremes waren meiner Haut zu reichhaltig. Sie fühlt sich mit dem mattierenden Fluid sehr wohl, deshalb habe ich mir diese auch bereits zum 3. Mal nachgekauft und werde es auch bald wieder tun :).

In Kombination mit dem Polyphenol C15 Serum, ebenfalls von Caudalie, geht es meiner Haut sehr gut und ich möchte diese Produkte erst mal nicht missen.

Erlaubt mir an dieser Stelle auch nochmal den Hinweis: eine gute Creme kann ihre Arbeit nur auf sauberer Haut verrichten, deshalb die zur der Haut passenden Reinigung nicht vergessen :)

Wer kennt dieses Caudalie Pflegeprodukt noch und wie ist eure Meinung hierzu? Welche ist eure Lieblings-Pflegecreme?



Donnerstag, 1. Dezember 2016

Aussortiert: Max Factor Excess Volume Extreme Impact Mascara

Auch letzte Woche musste ein dekoratives Produkt meine Schminksammlung verlassen. So hoffe ich mit der Zeit Produkte, die entweder nichts taugen oder mit denen ich nicht zurecht komme, loszuwerden.

Letzte Woche hat sich der Manhattan Wake up Concealer verabschieden müssen. Aber er hat ein neues Heim gefunden, bei einer Person, die ihn lieber mag als ich :)

Heute geht es um die

Max Factor Excess Volume Extreme Impact Mascara

Max Factor Excess Volume Extreme Impact Mascara


Diese Mascara verspricht

      • extremes Volumen, welches den ganzen Tag halten soll
      • einen glänzen Lack, der die Farbe intensiviert
      • Farbe, die nicht verläuft

Zwei Bürsten sind hier in dieser Mascara vereint. Die erste soll für das extreme Volumen sorgen, mit der zweiten Bürste soll die Farbe intensiviert und versiegelt werden.

Max Factor Excess Volume Extreme Impact Mascara


Die Mascara ist recht klobig. Wenn man sie öffnet kommt einem gleich ein starker chemischer Geruch entgegen. So stark ist mir so ein Duft bei keiner Mascara aufgefallen. Die Handhabung finde ich nicht gelungen, da man das Mittelstück immer in der Hand halten muss um die Wimpern zu tuschen. Für mich ist das eher störend. Besser wäre es, wenn sich die Bürsten an den äußeren Enden befinden würden.

Max Factor Excess Volume Extreme Impact Mascara


Bürste Nummer 1 ist eine Gummibürste, die relativ groß ist. Der Stiel ist recht kurz. Beides erschwert den Auftrag. Durch die Größe kann ich gar nicht alle Wimpern so erfassen, wie ich es von einer Mascara erwarte. Ich erwische nur die längsten Wimpern, was bei mir nicht so einfach ist, da ich kurze gerade Wimpern habe. Von ordentlichem Tuschen kann also keine Rede sein, von Volumen erst recht nicht. Die Wimpern werden verlängert und sehen eher natürlich aus.

Bürste Nummer 2 ist ein klassisches Mascarabürstchen mit einer angenehmen Größe. Damit bekomme ich die Wimpern gut gefasst und auch die Farbabgabe ist gut. Allerdings verkleben die Wimpern schnell. Man muss ganz vorsichtig tuschen, wenn man keine Fliegenbeinchen am Auge haben möchte. Ganz fürchterlich finde ich, dass die Wimpern des Ober- und Unterlids zu Beginn aneinander kleben, ein sehr unangenehmes Gefühl.

Der Schwung wird den Tag über gut gehalten, auch wenn das Ergebnis mit jeder Stunde "natürlicher" wird. Das böse Erwachen kommt allerdings am Abend, als ich die Mascara abschminken wollte. Die Mascara haftet so stark an den Wimpern, es ist unmöglich sie mit normalen Abschminkmittelchen zu entfernen. Sogar mein Garnier Mizellenwasser, welches normalerweise alles runternimmt, bekommt diese Mascara nicht entfernt. Auch in Kombination mit einem Waschgel bleiben noch viele Reste auf den Wimpern.

Diese Mascara muss also gehen, weil sie
    1. stinkt
    2. ihr Versprechen nicht erfüllt
    3. und wie Patex an den Wimpern klebt und nicht abzuschminken ist
Was sagt ihr zu dieser Mascara? Habt ihr sie auch?



Sonntag, 27. November 2016

Auf der Suche nach der richtigen Foundation: L´Oréal Indefectible Matt Make-up

Die perfekte Foundation zu finden ist gar nicht so einfach. Idealerweise soll diese alle unschönen Stellen abdecken, ohne maskenhaft auszusehen. Wir wünschen uns ein natürliches Ergebnis, mit Glow (aber kein Glanz) und eine ebenmäßige Haut, die strahlt. Viele Foundations versprechen dieses Ergebnis und ich bin schon auf das eine oder andere Werbeversprechen reingefallen. In dieser Reihe möchte ich euch einige Foundations - von günstig bis High End - vorstellen, in der Hoffnung, dass ich so meine perfekte Foundation finde und euch so den einen oder anderen Tipp geben kann.

Heute geht es um das

L´Oréal Indefectible Matt Make-up

L´Oréal Indefectible Matt Make-up
L´Oréal Indefectible Matt Make-up

Ausgangssituation: ich habe eine Mischhaut, mit vergrößerten Poren und Pickelmalen (die leider von meiner Spätakne stammen), die aber gerade an den Wangen zur Trockenheit neigt. Ich verwende vor der Foundation mein Caudalie Polyphenol C15 Serum und mein Caudalie Vinosource Mattierendes Fluid. Normalerweise kommt auch ein Sonnenschutz (Dermasence) auf die Haut, aber für die Testphase habe ich es mal weggelassen. Zum Schluss gebe ich noch etwas Avene Thermalwasser über mein fertiges Make-up.

L´Oréal Indefectible Matt Make-up


Versprechen:

Die Foundation verspricht ein seidig mattes Finish. Erreicht wird dies mithilfe von Mineral Perlite (Perlite = Gestein), welches die Glanzbildung verhindern soll. Das Ergebnis soll 24 h halten und die Deckkraft soll deckend sein. Preislich liegt es bei ca € 12,00. Von der Konsistenz her ist sie recht flüssig, lässt sich durch die schmale Öffnung aber gut und sauber dosieren.

Ich habe die Foundation auf drei Arten aufgetragen. So versuche ich das beste "Hilfsmittel" für die Foundation zu finden: Pinsel, meine Finger, Make-up Schwamm.

L´Oréal Indefectible Matt Make-up - auf dem Zoeva 104 Buffer
L´Oréal Indefectible Matt Make-up - auf dem Zoeva 104 Buffer

Auftrag mit dem Pinsel (Zoeva 104 Buffer)

Mit diesem flachen, nicht allzu fest gebundenen Pinsel lässt sich die flüssige Foundation sehr gut verteilen und in die Haut einarbeiten. Sogar eine 2. dünne Schicht ist möglich (um die Deckkraft zu erhöhnen), ohne dass es zu viel wirkt. Die Deckkraft ist recht gut, alle Makel sind abgedeckt, die Poren wirken feiner, sind aber nicht verschwunden. Das Ergebnis ist leicht matt, das Gesicht wirkt nicht zu trocken oder leblos, sondern recht ebenmäßig und schön.

Nach 6 h: Die T-Zone glänzt ganz leicht, wirkt eher glowy als glänzend. Der trockene Wangenbereich ist aber noch matt.

Nach 12 h: Foundation ist immer noch gut auf der Haut vorhanden, auch wenn sie an einigen kleinen Stellen leicht schwächelt. Das Gesicht glänzt, aber ist nicht fettig oder unschön. Das Ergebnis ist für 12 Stunden richtig gut.

L´Oréal Indefectible Matt Make-up - auf meinen Fingern
L´Oréal Indefectible Matt Make-up - auf meinen Fingern 

Auftrag mit den Fingern:

Wenn die Finger zum Einsatz kommen, muss die Foundation schnell verteilt werden, denn sie trocknet schnell an und lässt sich dann nicht mehr so gut verblenden. Ich habe das Gefühl, dass meine Haut die Foundation aufsaugt, so wie sie es mit einem Pflegeprodukt macht. Die Deckkraft ist eher leicht, eine zweite dünne Schicht ist auf jeden Fall notwendig um ein schön deckendes Finish zu bekommen. Die Haut fühlt sich pudrig an und ist auch mattiert.

Nach 6 h: die Foundation schwächelt stark. An manchen Stellen wirkt sie fleckig oder caky, die T-Zone glänzt stark.

Nach 12 h: ich habe nicht mehr viel Foundation auf der Haut. Das was noch übrig ist, hat sich aber gut mit der Haut verbunden und wirkt so gleichmäßig und gar nicht mehr fleckig.

L´Oréal Indefectible Matt Make-up - auf dem Real Techniques Complexion Sponge
L´Oréal Indefectible Matt Make-up - auf dem Real Techniques Complexion Sponge

Auftrag mit dem Schwamm (Real Techniques Miracle Complexion Sponge):


Mit dem feuchten Schwamm lässt sich die Foundatin gut auftragen. Allerdings schluckt der Schwamm zu viel Produkt und ich muss eine zweite Schicht auftragen, um das deckende Ergebnis zu bekommen, welches ich haben möchte. Das Ergebnis ist dann aber auch schön ebenmäßig und matt. Aber ich habe auch das Gefühl, dass ich zu viel Foundation auf der Haut habe.

Nach 6 h: Mein Gesicht ist noch matt, aber man sieht, das viel Foundation auf der Haut ist. Die Foundation wirkt leicht maskenhaft.

Nach 12 h: die Foundation ist gut mit der Haut verschmolzen und die  Haut glänzt leicht. Es sieht aber nicht fettig oder unschön aus. Das Finish ist um einiges besser als noch am Mittag.

Fazit

Ich bin positiv überrascht. Ich hatte mir die Foundation gekauft, nachdem ich eine Probe getestet habe, die mir gefallen hat. Ich muss sagen, die Originalgröße hat mich nicht enttäuscht. Aber auch nur, wenn ich diese mit meinem Pinsel auftrage. Das Ergebnis ist wirklich schön, nicht maskenhaft und sie hält den Tag über gut auf der Haut.

Der einzig kleine Makel ist die Farbe. Ich habe mir die Nuance 12 Natural Rose gekauft, die nicht zu 100 % passt. Sie ist etwas zu hell und leicht rosastichig. Ich bräuchte etwas Neutraleres und dann könnte ich mir gut vorstellen, diese Foundation auch nachzukaufen und regelmäßig zu verwenden.

Wie gefällt euch dieses Format? Könnt ihr mit diesem Bericht etwas anfangen?

Und natürlich freue ich mich über eure Erfahrung zu diesem Make-up. Auch wüsste ich gerne, welche eure Lieblingsfoundation ist. Ich braue ein wenig Inspiration :)

Sonntag, 20. November 2016

dm vs. Rossmann: Locken Styling Cream

Immer wieder, wenn ich so durch die zwei größten Drogerien, die es bei uns gibt, schlendere, stelle ich fest, dass es recht ähnliche Produkte gibt. Deshalb mache ich es mir jetzt zur Aufgabe und suche explizit nach ähnlichen Produkten, die genau das selbe versprechen und von den Drogerie-Eigenmarken sind. Mal schauen, wer mit der Zeit so die Nase vorne hat: dm oder Rossmann :)

Starten wir mit einem Produkt, welches ich tagtäglich verwende: einer Styling Creme für meine Locken. Wenn ich morgens aus dem Bett steige, stehen meine Haare in alle Richtungen ab und so rausgehen kommt für mich nicht in Frage. Meine Mitmenschen sollen bloß nicht denken, dass Einstein noch unter uns weilt ;)

Ansonsten verwende ich keine weiteren Stylingprodukte. Genauer gesagt handelt es sich um diese beiden Produkte:


      • Balea Professional Locken Styling Cream (€ 2,95 /150 ml)
      • Isana Professional Styling Cream Pure Locken (€ 2,99 / 150 ml)

Was sofort auffällt, ist der fast identische Name. Bei dem Rossmann Produkt steht noch was von "Pure". Ob das wohl den Unterschied ausmacht? Schauen wir genauer hin:

Design

Beide Flaschen erstrahlen in Orange, in Kombination mit schwarzen Schriftzügen und silberfarbenen Elementen. Nimmt man den Deckel ab, kommt bei beiden ein Pumpspender zum Vorschein, den ich bei solchen Produkten immer sehr vorteilhaft finden. 

Sofort wird klar, welche Zwecke das Produkt erfüllen soll, wobei die Message bei dem dm Produkt durch die visuelle Darstellung (die Haarpracht) noch klarer rüberkommt. Rossmann ist da etwas puristischer. Informationen zu den Inhaltsstoffen und wie das Produkt angewendet wird, damit es bestmöglich wirkt, findet man bei beiden Verpackungen auf der Rückseite.

Das Versprechen

Ein Versprechen steht bei beiden Produkten im Vordergrund: die Locken-Definition. Gewelltes, lockiges und sogar krauses Haar soll hier gebändigt werden, so dass ihm eine Lebendigkeit zurück gegeben wird. Das Ergebnis soll ein glänzendes Finish sein. Dabei haben beide Produkte einen Hitzeschutz (Balea bis 220° C, Isana ohne Information), was gerade Anwenderinnen, die gerne einen Fön zum Einsatz bringen, entgegenkommt. Balea bietet zusätzlich eine integrierte Feuchtigkeitspflege.



Anwendung

Der Balea Pumpspender lässt sich einfacher bedienen, das Isana Produkt braucht schon ein wenig mehr Kraft, um die Creme aus dem Spender zu bekommen. Beide Produkte können sowohl im handtuchtrockenen, als auch im trockenen Haar eingearbeitet werden. Für ein Stylingprodukt ist es positiv, dass es nicht ausgespült werden muss. Beide Cremes duften angenehm, hinterlassen aber auch keinen Duft im Haar. 

Die Balea Cream ist von der Konsistenz her recht leicht, ähnlich einer Lotion, was ein Verteilen und Einarbeiten ins Haar sehr einfach macht. Ruckzuck ist das Haar gestylt und die Locken gebändigt. Die Isana Creme hingegen ist etwas fester und muss zwischen den Fingern erst mal vorbereitet werden, bevor man sie ins Haar geben kann. Hier habe ich den Eindruck, dass es sich nicht so gut verteilen und einarbeiten lässt. Außerdem haben wir hier eine recht klebrige Angelegenheit.

Inhaltsstoffe

Ein großer Vorteil des Isana Produkts, ist, dass es ohne Silikone auskommt. Das Balea Produkt leider schon. Der hohe Alkohol Gehalt in beiden Produkten (an zweiter Stelle) ist nicht bedenklich, da es sich um Cetearyl Alcohol, einem Fettalkohol, handelt, der nicht zu den schlechten Alkoholen gehört und nicht so austrocknend ist (hier findet ihr einen kleinen Ausflug zum Thema Alkohol).

Isana:
Aqua, Cetearyl Alcohol, Sorbitol, Isopropyl Palmitate, PVP, Glyceryl Stearate, Dicaprylyl Carbonate, Polyquaternium-44, Polyquaternium-16, Panthenol, Parfum, Glycerin, Quartz Powder, Sodium Laneth-40Maleate/Styrene,Sulfonate, Copolymer, Sodium Cetearyl Sulfate, Xanthan Gum, Hyxyl Cinnamal, Limonene, Linalool, Sodium Hydroxide, Lactic Acid, Ethylhexylglycerin, Phenoxyethenal, Benzoic Acid, Potassium Sorbate, Dehydroacetic Acid, Sodium Benzoate.

Balea:
Aqua, Cetearyl Alcohol, Propylene Glycol, VP/VA Copolymer, Isopropyl Palmitate, Dicarprylyl Carbonate, Capriylic/Capric Triglyceride, Benzoic Acid, Cetrimonium Chloride, Clylopentasiloxane, Tri-Methylsiloxyphenyl Dimethicone, Parfum, Polyquarter- Nium-37, Panthenol, Potassium Sorbate, Dimethiconol, Alcohol, Sodium Hydroxide, Alpha-Isomethyl Ionone, Citric Acid, Lauryl Glucoside, Hydrolyzed Corn Protein, Hydrolyzed Soy Protein, Hydrolyzed Wheat Protein, Limonene, Passiflora Incarnata Extract, Phenoxyetha-Nol, Tocopherol

Balea wirbt mit den pflegenden Inhaltsstoffen Panthenol, Phytokeratin und Passionsblumen-Extrakt. Bei Isana ist die Rede von Provitamin B5 und Bergkristall-Extrakten.



Mein Fazit

Das Isana Produkt ist für mich zu umständlich in der Handhabung. Sowohl der Pumpspender, der viel Druck benötigt, bis die Creme herauskommt, als auch die feste, klebrige Konsistenz der Lockencreme sagen mir nicht zu. Auch habe ich das Gefühl, dass man den Locken ansieht, dass sie mit einer Stylingprodukt "behandelt" wurden. Gut finde ich, dass es ohne Silikone auskommt.

Das Balea Produkt ist für mich ganz klar der Sieger: die Konsistenz ist so angenehm und leicht, sie lässt sich wunderbar in die Haare einarbeiten und die Locken bleiben damit in Schach. Sie werden schön definiert und erhalten die Sprungkraft, die Locken haben sollten. Ich bekomme damit meine Haare schön gebändigt, so dass ich mich auf die Straße wagen kann :) Es stört mich schon ein wenig, dass hier Silikone enthalten sind, da ich ja eigentlich darauf verzichten wollte. Aber solange ich keine Alternative habe, werde ich erst mal bei Balea bleiben. Nachgekauft ist das Produkt auch schon mehre Male.

Eins können beide nicht, die Haare pflegen. Diesen Punkt muss man über andere Produkte erfüllen.

Was sagt ihr? Habt ihr auch Locken und Erfahrung mit einem, oder gar beiden Produkten?

Donnerstag, 17. November 2016

Aussortiert: Manhattan Wake up Concealer

In meinem "Masse statt Klasse?" Post habe ich euch erzählt, dass ich mich - gerade bei dekorativer Kosmetik - reduzieren und mich auf gute Produkte fokussieren möchte, die für mich funktionieren. Eine große Aussortier-Aktion hat allerdings ergeben, dass immer noch eine Menge übrig bleibt. Deshalb habe ich mich entschieden, mich jede Woche von einem Produkt aus meiner aktuellen Schminkbox zu verabschieden.

Warum es ausgerechnet dieses Produkt getroffen hat, erzähle ich euch dann in einem kurzen Post und freue mich auf euer Feedback. Letzte Woche musste sich der

Manhattan Wake up Concealer

verabschieden.

Manhattan Wake up Concealer

Dieser Concealer verspricht

    • Augenringe und Rötungen zu korrigieren
    • und mit seinen lichtreflektierenden Pigmenten für ein frisches Aussehen zu sorgen, selbst müde Augen sollen wieder strahlen

Ich hatte viel Positives über diesen Concealer gelesen, deshalb habe ich mich überzeugen lassen. Und für knapp € 3,00 kann man ja nichts falsch machen.

Drei Farbvarianten stehen zur Auswahl, ich habe mich für die mittlere "02 Classic Beige" entschieden, die für mich die ideale Farbe für einen Concealer ist. Die sehr cremige Konsistenz lässt sich auch prima auftragen und einarbeiten. Die Augenfältchen werden nicht in Szene gesetzt und auch sonst wirkt das Produkt nicht austrocknend.

Manhattan Wake up Concealer


Aber ich habe mich trotzdem verabschiedet. Warum? Ganz einfach, es hat für mich absolut keinen Concealer-Effekt. Es deckt überhaupt nicht ab, wenn überhaupt ganz leicht. Das ist für mich nicht ausreichend genug.

Wenn ich schon einen Concealer verwende, dann verfolge ich damit das Ziel meine Augenschatten zu kaschieren. Wenn dies nicht funktioniert, habe ich leider keine weitere Verwendung für dieses Produkt. Auch eine aufhellende Wirkung hat dieses Produkt nicht. 

Kennt ihr diesen Concealer und falls ja, wie ist eure Meinung? Habt ihr vielleicht eine Concealer-Empfehlung für mich?

Sonntag, 13. November 2016

Meine #backtotheroots Reise nach Marokko: die Hinfahrt

Ihr wisst mittlerweile, dass ich aus Marokko komme. Das westlichste Land Nordafrikas, welches sowohl am Mittelmeer, als auch am Atlantik liegt, und durch die Meerenge von Gibraltar nur 14 km von Europa entfernt ist.

Als Kind bzw. Teenager sind wir regelmäßig alle zwei Jahre hingefahren, als Erwachsene habe ich diese Tradition etwas schweifen lassen. Aus verschiedenen Gründen war ich die letzten 7 Jahre nicht mehr in meiner Heimat, keine Frage, dass dieses Jahr die Reise oberste Priorität hatte.

Zum einen wollte ich meine lieben Verwandten wiedersehen, allen voran mein Opa, zum anderen wollte ich meinen Töchtern zeigen, wo ihre Wurzeln sind, wo sie herkommen. Und ganz nebenbei war ich sehr neugierig auf die Entwicklung, die das Land in den letzten Jahren durchgemacht hat. Zum Glück haben wir hier ein politisch stabiles Land, wirtschaftlich ist es im Aufschwung und zieht viele Investoren ins Land. Der Tourismus boomt, da wir trotz der ganzen Auffuhr in der arabischen Welt, ein recht sicheres Land ist. Ich wollte das ganze mit eigenen Augen sehen und eine Bestätigung bekommen, dass das, was wir in den letzten Monaten über Marokkaner in den Medien gehört haben, nicht Standard ist.

Wappen Marokkos

In meinem heutigen Post geht es um die Fahrt dorthin. Aber vorher möchte ich euch kurz einige Fakten zu meiner Heimat aufzählen:

  • Offizieller Name: Königreich Marokko (Al Mamlaka Al Maghribiya)
  • Lage: Nordwesten Afrikas, im Norden das Mittelmeer, im Westen der Atlantik, im Osten Algerien und im Süden Mauretanien
  • Hauptstadt: Rabat
  • ca 33 Mio. Einwohner
  • Landessprache: offiziell Arabisch, weitere Berberdialekte, Französisch ist als Geschäftssprache weit verbreitet; im Norden spricht man auch recht gut Spanisch
  • Religion: Islam
  • Unabhängig seit 1956 (nach einer kurzen Kolonialzeit)
  • Staatsoberhaupt: König Mohamed VI (seit 1999)
  • Regierungsform: Konstitutionelle Monarchie, Elemente parlamentarischer Demokratie; der König hat Vorrechte
  • Währung: Dirham (1 EUR = knapp 11 Dirham)

Das sollte vielleicht erst mal reichen, solltet ihr mehr Bedarf an Informationen zu und über Marokko haben, kann ich diesen Wunsch gerne aufgreifen. Gibt mir dann einfach in den Kommentaren Bescheid.

Los geht es mit der #backtotheroots Reise: Wir haben uns für eine Reise mit unserem Auto entschieden. Die knapp 3.000 km von Tür zur Tür sind viel, und zwei Tage Fahrt auch. Und wenn ihr uns für verrückt erklären möchtet, so kann ich euch doch beruhigen. Diese Hinfahrt gehört schon zum Urlaub, die Freude steigt mit jedem Kilometer und man bekommt Dinge zu sehen, die man nicht zu Gesicht bekommt, wenn man einfach ins Flugzeug steigt und drei Stunden später in einer anderen Welt wieder aussteigt.

Die letzten Tage vor der Reise waren richtig anstrengend, da musste das Gepäck für vier Personen für vier Wochen gepackt werden, das Auto musste vorbereitet werden, Proviant musste eingekauft werden und die Wohnung musste aufgeräumt werden (großes Dank an meine Mutter, die hier unterstützt hat).

Neben ausreichend Wasser für die ersten Stunden, gut eingepacktem Obst, ein paar Keksen und Muffins, Mini-Würstchen und Hähnchenbrustfiltets (angebraten - für Sandwiches) haben wir noch ein paar Süßigkeiten und Kaugummis eingepackt. Mehr braucht man gar nicht, da man auf der Strecke alles in den Raststätten bekommt. Ich gehöre nicht zu dem Typ Mensch, der Unmengen von Proviant einpackt und vielleicht etwas wegwerfen muss, weil die Kühlung nicht mehr so gut funktioniert oder es einfach nicht gegessen wird. Wenn ihr mehr dazu wissen möchtet, oder was sich in der Tasche meiner Töchter oder meiner eigenen "Kosmetiktasche" für die Fahrt befand, könnt ihr gerne Bescheid geben. Ich mache dann einen separaten Post daraus.

Abfahrt war dann am Samstag, 9. Juli 2016 um 5:30 Uhr morgens. Früher sind wir einfach nicht aus dem Bett gekommen. Ideal wäre es, wenn wir schon am Freitag hätten fahren können. Aber da haben wir noch fleißig gearbeitet :). 

Ca. 3 Stunden später waren wir dann an der belgisch-französischen Grenze (wir sind bei Aachen über die Grenze nach Belgien gefahren), wo uns der erste 4 km lange Stau erwartet hat. Aufgrund der besonderen Situation in Frankreich und dem bevorstehenden EM Finale wurden die Grenzen kontrolliert.


Der nächste Stau kam dann um 11:30 Uhr, als wir uns Paris näherten. Kein Wunder, Paris ohne Stau ist wie Weihnachten ohne Lebkuchen (was für ein Vergleich). Unsere Laune konnte nicht getrübt werden, auch wenn die Kids langsam fragen, wie lange es noch dauert. Diese hatten sich übrigens mit DVDs eingedeckt und so waren sie die Fahrt über gut mit Filme schauen beschäftigt :). Ich weiß, pädagogisch nicht besonders wertvoll, aber während so einer langen Reise doch Gold wert.




Am Nachmittag, zwischen Orleans und Tours, strahlte uns die Sonne bei wunderbaren 30° an. Auch die Vegetation ändert sich so langsam. Die flache Landschaft wird dürrer und trockener, die Weizenernte steht kurz bevor. Man kann das Auge schweifen lassen, wie es so schön heißt. Nach 13 Stunden Fahrt inkl. Pausen haben wir die ersten 1.000 km geschafft und das nächste Ziel liegt vor uns: Bordeaux.



Um uns herum nichts als Weinanbaugebiete. Auch Nadelbäume und Pappeln sieht man recht häufig. Sofort fällt mir Caudalie, meine Lieblings-Pflegemarke, ein und mein Eau de Beauté kommt direkt zum Einsatz.



Unser Ziel für den Abend ist es, ein Hotelzimmer zu finden, was uns zum Glück auch recht schnell gelungen ist.



Am nächsten Tag geht es um 6:30 Uhr weiter. Die Kids schlafen weiter und wir genießen die Landschaft, die so früh in Nebel getaucht ist. Und atmen die frische Luft, die nach Eukalyptus duftet, ein. 2 1/2 Stunden später finden wir uns in Spanien und in den Pyrenäen wieder. Die Fahrt durch das Baskenland bietet viel Grün, aber auch seltsam klingende Wörter. Die baskische Sprache sieht für mich aus, als hätte man lauter Buchstaben nach einem Zufallsprinzip aneinander gereiht.


Frühstück im Baskenland / Nordspanien
11:30 Uhr: wir verlassen das Baskenland, in der Landschaft dominieren nun erdfarbene Töne und immer wieder Gebirgszüge. Die Infrastruktur ist einfach top, wenn ich da an die Zeit, als ich noch ein kleines Kind war, zurückdenke, dann hat sich hier ein enormer Wandel vollzogen. Vorbei die Zeit von unbefestigten Serpentinen mit einem Abgrund, dass es einem schlecht wird.



Madrid lassen wir recht schnell hinter uns und erreichen gegen 18:00 Uhr die Weinanbaugebiete rund um Valdepenas. Die Sonne knallt mit 37° und wir sind froh, dass unsere Klimaanlage uns davon nichts spüren lässt. So sehr ich die Hitze liebe, bei einer so langen Fahrt ist es doch angenehm auf diese zurück zu greifen (auch wenn ich kein großer Fan von Klimaanlagen bin). Andalusien erreichen wir dann um 19:00 Uhr. Die Weinreben sieht man nicht mehr, dafür aber Olivenhaine. Schon eher was für mich :).

Unser erstes Schild, welches uns zeigt, dass wir auf der richtigen Route Richtung Marokko sind :)



Dieser Stier, Symbol Andalusiens, begegnet einem mindestens einmal auf der Strecke nach Marokko. So sind wir sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind ;)



Gazpacho

Die Nacht verpassen wir in einem Dorf bei Granada. Wir haben nach dem Abendessen, noch das EM Fußballfinale Frankreich : Portugal zusammen mit Spaniern angeschaut und sind dann müde ins Bett gefallen. Für die Anadalusier war der Tag aber noch lange nicht vorbei, bis tief in die Nacht saßen sie auf der Terrasse noch zusammen.









Die Fahrt geht am nächsten Tag (Montag) um 7:45 Uhr, nach einem Frühstück, weiter. Vor uns liegen Häuser im maurischen Stil und Olivenbäume. Die Landschaft ist eher dürr und immer wieder Gebirsgszüge, wenn auch nicht mehr so hoch. Das Meer (Mittelmeer) sehen wir zum ersten Mal auf unserer Reise um 9:00 Uhr, als wir Benalmádena erreichen.

Sonnenhut, Sonnebrille und bequeme Kleidung (Leinenhose und Baumwoll T-Shirt) gehören zu meiner Reiseausstattung in den Süden.



Die Fähre, die uns über die Straße von Gibraltar gebracht hat

Die Aufregung steigt und wir sind alle ganz hibbelig, als wir um halb 11 Algeciras erreichen, die Hafenstadt von der aus unsere Fähre nach Tanger (Marokko) geht. Wir haben unsere Fähre gerade verpasst, deshalb mussten wir auf die nächste warten. Was unserer Aufregung nicht gerade gut getan hat.


Ein Selfie von der Fähre ;)

Um 13 Uhr können wir dann endlich auf die Fähre und lassen das spanische Festland hinter uns. Es ist ein einfach unbeschreibliches Gefühl, wenn man zwischen den beiden Kontinenten fährt und man der Heimat immer näher kommt. Um 16 Uhr war es dann soweit, wir befahren zum ersten Mal nach langer Zeit marokkanischen Boden. Ein Glücksgefühl breitet sich aus, das Grinsen bekommen wir gar nicht aus dem Gesicht. Uns empfangen tolle 32 ° und sehr höfliche Grenzbeamte, die uns willkommen heißen.



Schnell verlassen wir den Hafen und durch die sehr gute Infrastruktur können wir direkt auf die Autobahn Richtung Fes fahren. Die trockene Landschaft mit ihrer roten afrikanischen Erde bietet immer wieder Grünflächen und zwischendurch sieht man, in der Nähe der Autobahn, Menschengruppen, die es sich mitten in der Landschaft bequem gemacht haben und die Zeit totschlagen.



Gegen 20 Uhr kommen wir endlich an unserem Ziel "Fes" an. Nach knapp 3.000 km und etwas mehr als 2 1/2 Tagen Fahrt sind wir ganz schön müde, aber auch glücklich :)

Happy Family

Wir haben unseren Spaß!!!
Ich werde hier erst mal einen Stopp machen und euch die verschiedenen Etappen in weiteren Post vorstellen. Ansonsten wird der Post einfach zu lang. 

Was sagt ihr zu unserer Fahrt? Wäre eine so lange Fahrt auch was für euch?

Donnerstag, 29. September 2016

Tipps & Tricks: Ein allzeit bereites Körperpeeling

Wir wissen alle um die wohltuende Wirkung eines Körperpeelings. Nicht nur, dass die Haut von abgestorbenen Hautschüppchen befreit wird und sie sich im Anschluss seidenweich anfühlt, auch die Aufnahme von nachfolgenden Pflegeprodukten wird gefördert. So können Inhaltsstoffe noch besser wirken und unsere Haut dankt es, in dem sie sich von ihrer schönsten Seite präsentiert.

Sicherlich kennt ihr alle das Problem ein richtig gutes Peeling zu finden, welches gut duftet, die richtige Menge Peelingkörner hat und preislich nicht allzu teuer ist.

Ich habe aber einen Tipp für euch, der alle Anforderungen erfüllt. Dafür braucht ihr einfach euer Lieblingsduschgel und diese Peelinghandschuhe:


Ihr bekommt sie für jeweils knapp € 1,00 in jeder Drogerie. Ich habe davon zwei in der Dusche liegen, so dass ich meine Haut jederzeit schnell und effizient  peelen kann. Ich ziehe diese Handschuhe an, gebe etwas Duschgel drauf, schäume dieses kurz auf und schon kann es schon losgehen.

Je nach ausgeübten Druck könnt ihr die Intensität des Peelings selber bestimmten. So können z. B. die Ellenbogen und Knie intensiver behandelt werden, als empfindlichere Körperpartien. Zum Schluss werden diese ausgezogen, ausgewaschen und fertig ist das Peeling.

Ein großer Vorteil ist, dass ihr eurer Lieblingsduschgel verwenden könnt und z. B. gerade auf Reisen nicht mehrere Produkte mitschleppen müsst.

Wenn ihr euren Körper also gerne peelt, dann schaut euch diese Handschuhe mal genauer an. Ihr werdet begeistert sein :)

Und übrigens kann man diese Handschuhe für eine durchblutungsfördernde Massage auch trocken auf trockener Haut anwenden.

Und wenn ihr zu viele Bodylotions und/oder Cremes habt und diese aufbrauchen möchtet, dann könnt ihr euch mit ein paar ganz einfachen Zutaten, die ihr zu Hause habt, auch ein Peeling herstellen. Hier zeige ich euch wie.

Ich glaube, das war mein kürzester Post. Aber viel mehr gibt es zu diesem Thema auch gar nicht zu sagen. Austesten ist angesagt :)

Mögt es ihr es eigentlich auch mal so kurze Tipps zu bekommen, ohne viel Text lesen zu müssen?

Sonntag, 25. September 2016

Mein Beautyhaul aus Marokko

Von meiner #backtotheroots Reise nach Marokko möchte ich euch noch erzählen, aber vorher zeige ich euch, was ich mir aus dem Beautybereich gekauft habe.

Ich war nicht auf der Suche nach irgendwelchen fertigen Cremes und Toniken, ich wollte natürliche Produkte, die es in Marokko in sehr guter Qualität zu kaufen gibt und die von den marokkanischen Frauen in ihrer Beautyroutine eingesetzt werden. Ich habe vor mit einer neuen "Serie" zu starten, die sich mit diesen Produkten hier beschäftigt. So kann ich auf die einzelnen Wirkstoffe besser eingehen und euch Tipps und Tricks hierzu verraten.

Aber starten wir mal mit meiner Shoppingausbeute :)



Getrocknete Rosenblüten

Im Süden Marokkos, am Fuße des Hohen Atlas, zeigt sich im Mai das Tal der Rosen in seiner schönsten Pracht. Wenn in der kargen Landschaft der betörende Duft der Rose in der Duft liegt und man kilometerweit nur Rosensträucher sieht, weiß man, dass die Ernte dieser zauberhaften Blüten bevorsteht. Die wohl bekannteste Stadt aus in dieser Region ist Kelaat M`Gouna und mein Traum ist es, diese Region zu besuchen und die Heimat dieser wunderbaren Pflanze kennenzulernen. Die wild wachsende Damaszener Rose wird noch vor Sonnenaufgang gepflückt, damit die Sonne den intensiven Rosenduft nicht beeinträchtigt. Ich muss mir von jedem Marokkoaufenthalt diese Rosenblüten mitbringen. Der Einsatz ist vielfältig: als Duft-Potpourri, als Badezusatz in der Badewanne (auch gut geeignet für selbstgemachte Badebomben) oder als Zusatz in Masken. Dabei kann man die Blüten entweder zerkleinern und sie einer Ghassoul (komme ich gleich zu) Maske hinzufügen oder ich übergieße diese mit heißem Wasser und rühre meine Maske dann mit diesem Sud an. Denn Rose ist bekannt für ihre feuchtigkeitsbindende, glättende, antibaketerielle und stimulierende Wirkung.




Rosenwasser

Dieses Rosenwasser habe ich mir nicht gekauft, sonder von einer enorm lieben Frau, der Tante meines Mannes, geschenkt bekommen. Sie weiß, dass ich ein großer Fan von Rosenwasser bin und dass meine Haut genau dieses sehr gut verträgt. Da hat sie mir gleich zwei Flaschen aus dem Süden Marokkos mitbringen lassen. Es kommt aus Kellat M´Gouna, DER Rosenstadt Marokkos. Als Abschluss nach der Gesichtsreinigung verwende ich es als Tonic an, um Überreste des Make-ups und des Reinigungsproduktes zu entfernen und das Gesicht zu erfrischen. Zurück bleibt eine zarte Gesichtshaut, die sich gut anfühlt.



Getrockneter Lavendel

Neben den Rosen gehört der Lavendel noch zu meinen Lieblingspflanzen. Ich finde den Duft beruhigend und angenehm. Auch wenn Marokko nicht die Provence ist, so wächst der Lavendel hier, da er hier die perfekten klimatischen Voraussetzungen finden. Und so gehört Lavendel auch zu meinen Must Haves aus Marokko. Daraus lassen sich Duft-Potpourris, Duftsäckchen und Badezusätze zaubern. Aber genau wie die getrockneten Rosenblüten kommt Lavendel auch als Zusatz in meiner Maske zum Einsatz.



Ghassoul

Man vermutet, dass es diese Tonerde bzw. Lavaerde in Marokko schon seit dem 12./13. Jahrhundert gibt. Es wird am Rande der Mittleren Atlas-Kette, im Moulouya Tal, 200 km von der Stadt Fes, gewonnen. Reich an Mineralien haben wir hier ein traditionelles Reinigungsprodukt, welches eine sehr wichtige Rolle in der marokkanischen Schönheitspflege einnimmt. Als Wascherde ohne Tenside haben wir hier ein rein natürliches Produkt, welches für die Haare, den Körper und das Gesicht verwendet wird. Es wird entweder pur verwendet oder aber auch mit Pflanzenextrakten und ätherischen Ölen aus Rose, Nelke, Rosmarin, Myrte, Lavendel etc vefeinert. So wird die positive Eigenschaft noch intensiviert. Übrigens, das Wort Ghassoul (ausgesprochen: Rassul) kommt von dem arabischen Verb "rassala", was waschen bedeutet. Neben der traditionellen Lavaerde habe ich auch die grüne Tonerde (auf dem Bild oben rechts) und die weiße Version (auf dem Bild oben links) mitgebracht. Diese verwende ich zum ersten Mal.



Schwarze Seife / Savon Noir

Auch mit diesem Produkt haben wir ein traditionelles Reinigungsprodukt, welches in keinem marokkanischen Haushalt fehlen darf. Diese Paste wird aus Olivenöl, Olivenfrüchten, Salz und Asche hergestellt und hat eine enorme Reinigungskraft und das nur auf natürlicher Basis. Und wir haben hier ein exzellentes Peelingprodukt, ganz ohne Körner. Auf die Haut aufgetragen, wird es nach der Einwirkzeit abgewaschen. Zurück bleibt eine zarte, sehr gepflegte Haut, die perfekt für das nachfolgende Peeling mit dem traditionellen Peelinghandschuh vorbereitet ist. Diese Waschpaste gibt es auch mit ätherischen Ölen angereichert, die das Wohlfühlerlebnis noch intensivieren. Ich habe sowohl die pure, als auch die angereicherte Version, gekauft.



Kiss / Peelinghandschuh

Auch Peelinghandschuhe sind ein Must Have in Marokko. Es gibt diese in verschiedenen "Härtegraden" (ich weiß nicht, wie man das sonst nennen kann), so dass auch die sensible oder sogar Kinderhaut den passenden Handschuh hat. In der Regel wird dieser Handschuh nach der Anwendung mit der Schwarzen Seife angewendet. Die Haut wird damit abgeschrubbt, man hat dann überall sichbare Hautschüppchen, die damit abgerubbelt werden. Aber keine Sorge, das ist kein schädigendes Peeling. Ganz im Gegenteil. Danach fühlt sich die Haut super weich an und wenn man dieses Peeling am ganzen Körper angewendet, fühlt man sich danach wie neugeboren. Ohne Quatsch, man hat das Gefühl, die Haut ist frei von allem was sie verstopft und kann frei atmen.




Hennapulver

Henna gehört zu Marokko, wie der Lavendel zu der Provence. Nicht nur in der Haarpflege, bzw. als Haarfärbemittel bekannt, auch die Hennatattoos machen dieses Pflanzepulver in der ganzen Welt bekannt. Hennamalerei auf den Händen oder Füßen gehört, genau wie die oben genannten Schönheitprodukte, zu den traditionellen Schönheitritualen. Ob zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten oder einfach nur um sich was Gutes zu tun, jede Marokkanerin hatte dieses schöne Muster mindestens einmal an den Händen. Dabei ist es wichtig, das reine Hennapulver aus dem Hennastrauch gewonnen wird und keine chemischen Zusatzstoffe hinzugefügt werden. Ich werde euch in einem separaten Post ausführlicher darüber berichten. Denn es wird nicht nur als Färbemittel verwendet, sondern auch als Pflegeprodukt. Ich möchte damit versuchen schöne Hennemuster zu malen, aber es auch in der Haarpflege einsetzten.



Kohl

Dieses Pulver zaubert in Marokko diesen schönen schwarzen Lidstrich auf der Wasserlinie, der zeitgleich auch irgendwie magisch wirkt. Ich habe hier eine rein natürliche Version, hergestellt aus Olivenkernen, Dattelkernen, einer dritten Zutat, die ich jetzt vergessen habe und einem kleinen Tropfen Olivenöl. In einem aufwendigen Herstellungsprozess werden alle Zutaten sehr fein vermahlen. Aufgetragen wird das Pulver mit einem speziellen Holzstäbchen. Neben der dekorativen Eigenschaft wird diesem Kohl auch eine antiseptische und schützende Wirkung nachgesagt. Ich bin mal gespannt, wie ich mit dieser pulversierten Form des Kajals zurecht komme.



Marokkanischer "Lippenstift" (Aker Fassi)

Alle Marokkaner werden sich jetzt bestimmt kaputtlachen, wenn sie dieses kleine Töpfchen sehen. Es ist wirklich ein sehr traditionnelles Produkt, um sich schöne rote Lippen zu schminken. Man feuchtet einen Pinsel, oder auch den Finger, an, streicht damit über die Innenseite des Töpfchens und malt sich dann die Lippen an. Es kann auch als Blush oder Lidschatten verwendet werden. Hergestellt wird das Produkt aus Mohnblüten und Granatapfelschalen, also zu 100 % natürlichen Ursprungs. Neben der festen Form findet man auch die pulverisierte Version vor.



Arganöl

Das flüssige Gold Marokkos habe ich nicht in Marokko direkt gekauft, ich habe eine sehr zuverlässige und gute Quelle in Deutschland, von der ich Arganöl beziehe: Noumidia. Da es aber genau so wie die oben genannten Produkte zu Marokko gehört und auch Teil meiner neuen "Beautyserie" sein wird, möchte ich es euch hier kurz zeigen. Die Arganbäume wachsen nur in Marokko und auch nur in einer bestimmten Gegend im Süden des Landes. Versuche diesen Baum in anderen Gebieten dieser Erde anzupflanzen, sind gescheitert. Das Öl, welches in aufwendiger Handarbeit aus den Arganmandeln gewonnen wird, ist besonders wertvoll und reichhaltig und wird in der Haut- und Haarpflege mit exzellenten Erfolgen eingesetzt. Aber auch innerlich angewendet, entweder als Speiseöl in Salaten etc. oder pur eingenommen, ist es medizinisch sehr wertvoll. Ich verwende es hauptsächlich in der Haut- und Haarpflege, aber darüber werde ich in einem separaten Post berichten.

So, das war mein Beautyeinkauf aus Marokko. Ihr sieht, keine großen Marken, die die Kosmetikindustrie uns tagtäglich anbietet, sondern rein natürliche Produkte, die man im Souk (Basar) beim Gewürzhändler kauft und die garantiert ohne chemischen Zusätze auskommen.

Ich freue mich euch diese "Inhaltsstoffe" näher vorzustellen. Gibt es etwas, was euch besonders interessiert und bevorzugt behandelt werden soll?