Sonntag, 27. November 2016

Auf der Suche nach der richtigen Foundation: L´Oréal Indefectible Matt Make-up

Die perfekte Foundation zu finden ist gar nicht so einfach. Idealerweise soll diese alle unschönen Stellen abdecken, ohne maskenhaft auszusehen. Wir wünschen uns ein natürliches Ergebnis, mit Glow (aber kein Glanz) und eine ebenmäßige Haut, die strahlt. Viele Foundations versprechen dieses Ergebnis und ich bin schon auf das eine oder andere Werbeversprechen reingefallen. In dieser Reihe möchte ich euch einige Foundations - von günstig bis High End - vorstellen, in der Hoffnung, dass ich so meine perfekte Foundation finde und euch so den einen oder anderen Tipp geben kann.

Heute geht es um das

L´Oréal Indefectible Matt Make-up

L´Oréal Indefectible Matt Make-up
L´Oréal Indefectible Matt Make-up

Ausgangssituation: ich habe eine Mischhaut, mit vergrößerten Poren und Pickelmalen (die leider von meiner Spätakne stammen), die aber gerade an den Wangen zur Trockenheit neigt. Ich verwende vor der Foundation mein Caudalie Polyphenol C15 Serum und mein Caudalie Vinosource Mattierendes Fluid. Normalerweise kommt auch ein Sonnenschutz (Dermasence) auf die Haut, aber für die Testphase habe ich es mal weggelassen. Zum Schluss gebe ich noch etwas Avene Thermalwasser über mein fertiges Make-up.

L´Oréal Indefectible Matt Make-up


Versprechen:

Die Foundation verspricht ein seidig mattes Finish. Erreicht wird dies mithilfe von Mineral Perlite (Perlite = Gestein), welches die Glanzbildung verhindern soll. Das Ergebnis soll 24 h halten und die Deckkraft soll deckend sein. Preislich liegt es bei ca € 12,00. Von der Konsistenz her ist sie recht flüssig, lässt sich durch die schmale Öffnung aber gut und sauber dosieren.

Ich habe die Foundation auf drei Arten aufgetragen. So versuche ich das beste "Hilfsmittel" für die Foundation zu finden: Pinsel, meine Finger, Make-up Schwamm.

L´Oréal Indefectible Matt Make-up - auf dem Zoeva 104 Buffer
L´Oréal Indefectible Matt Make-up - auf dem Zoeva 104 Buffer

Auftrag mit dem Pinsel (Zoeva 104 Buffer)

Mit diesem flachen, nicht allzu fest gebundenen Pinsel lässt sich die flüssige Foundation sehr gut verteilen und in die Haut einarbeiten. Sogar eine 2. dünne Schicht ist möglich (um die Deckkraft zu erhöhnen), ohne dass es zu viel wirkt. Die Deckkraft ist recht gut, alle Makel sind abgedeckt, die Poren wirken feiner, sind aber nicht verschwunden. Das Ergebnis ist leicht matt, das Gesicht wirkt nicht zu trocken oder leblos, sondern recht ebenmäßig und schön.

Nach 6 h: Die T-Zone glänzt ganz leicht, wirkt eher glowy als glänzend. Der trockene Wangenbereich ist aber noch matt.

Nach 12 h: Foundation ist immer noch gut auf der Haut vorhanden, auch wenn sie an einigen kleinen Stellen leicht schwächelt. Das Gesicht glänzt, aber ist nicht fettig oder unschön. Das Ergebnis ist für 12 Stunden richtig gut.

L´Oréal Indefectible Matt Make-up - auf meinen Fingern
L´Oréal Indefectible Matt Make-up - auf meinen Fingern 

Auftrag mit den Fingern:

Wenn die Finger zum Einsatz kommen, muss die Foundation schnell verteilt werden, denn sie trocknet schnell an und lässt sich dann nicht mehr so gut verblenden. Ich habe das Gefühl, dass meine Haut die Foundation aufsaugt, so wie sie es mit einem Pflegeprodukt macht. Die Deckkraft ist eher leicht, eine zweite dünne Schicht ist auf jeden Fall notwendig um ein schön deckendes Finish zu bekommen. Die Haut fühlt sich pudrig an und ist auch mattiert.

Nach 6 h: die Foundation schwächelt stark. An manchen Stellen wirkt sie fleckig oder caky, die T-Zone glänzt stark.

Nach 12 h: ich habe nicht mehr viel Foundation auf der Haut. Das was noch übrig ist, hat sich aber gut mit der Haut verbunden und wirkt so gleichmäßig und gar nicht mehr fleckig.

L´Oréal Indefectible Matt Make-up - auf dem Real Techniques Complexion Sponge
L´Oréal Indefectible Matt Make-up - auf dem Real Techniques Complexion Sponge

Auftrag mit dem Schwamm (Real Techniques Miracle Complexion Sponge):


Mit dem feuchten Schwamm lässt sich die Foundatin gut auftragen. Allerdings schluckt der Schwamm zu viel Produkt und ich muss eine zweite Schicht auftragen, um das deckende Ergebnis zu bekommen, welches ich haben möchte. Das Ergebnis ist dann aber auch schön ebenmäßig und matt. Aber ich habe auch das Gefühl, dass ich zu viel Foundation auf der Haut habe.

Nach 6 h: Mein Gesicht ist noch matt, aber man sieht, das viel Foundation auf der Haut ist. Die Foundation wirkt leicht maskenhaft.

Nach 12 h: die Foundation ist gut mit der Haut verschmolzen und die  Haut glänzt leicht. Es sieht aber nicht fettig oder unschön aus. Das Finish ist um einiges besser als noch am Mittag.

Fazit

Ich bin positiv überrascht. Ich hatte mir die Foundation gekauft, nachdem ich eine Probe getestet habe, die mir gefallen hat. Ich muss sagen, die Originalgröße hat mich nicht enttäuscht. Aber auch nur, wenn ich diese mit meinem Pinsel auftrage. Das Ergebnis ist wirklich schön, nicht maskenhaft und sie hält den Tag über gut auf der Haut.

Der einzig kleine Makel ist die Farbe. Ich habe mir die Nuance 12 Natural Rose gekauft, die nicht zu 100 % passt. Sie ist etwas zu hell und leicht rosastichig. Ich bräuchte etwas Neutraleres und dann könnte ich mir gut vorstellen, diese Foundation auch nachzukaufen und regelmäßig zu verwenden.

Wie gefällt euch dieses Format? Könnt ihr mit diesem Bericht etwas anfangen?

Und natürlich freue ich mich über eure Erfahrung zu diesem Make-up. Auch wüsste ich gerne, welche eure Lieblingsfoundation ist. Ich braue ein wenig Inspiration :)

Sonntag, 20. November 2016

dm vs. Rossmann: Locken Styling Cream

Immer wieder, wenn ich so durch die zwei größten Drogerien, die es bei uns gibt, schlendere, stelle ich fest, dass es recht ähnliche Produkte gibt. Deshalb mache ich es mir jetzt zur Aufgabe und suche explizit nach ähnlichen Produkten, die genau das selbe versprechen und von den Drogerie-Eigenmarken sind. Mal schauen, wer mit der Zeit so die Nase vorne hat: dm oder Rossmann :)

Starten wir mit einem Produkt, welches ich tagtäglich verwende: einer Styling Creme für meine Locken. Wenn ich morgens aus dem Bett steige, stehen meine Haare in alle Richtungen ab und so rausgehen kommt für mich nicht in Frage. Meine Mitmenschen sollen bloß nicht denken, dass Einstein noch unter uns weilt ;)

Ansonsten verwende ich keine weiteren Stylingprodukte. Genauer gesagt handelt es sich um diese beiden Produkte:


      • Balea Professional Locken Styling Cream (€ 2,95 /150 ml)
      • Isana Professional Styling Cream Pure Locken (€ 2,99 / 150 ml)

Was sofort auffällt, ist der fast identische Name. Bei dem Rossmann Produkt steht noch was von "Pure". Ob das wohl den Unterschied ausmacht? Schauen wir genauer hin:

Design

Beide Flaschen erstrahlen in Orange, in Kombination mit schwarzen Schriftzügen und silberfarbenen Elementen. Nimmt man den Deckel ab, kommt bei beiden ein Pumpspender zum Vorschein, den ich bei solchen Produkten immer sehr vorteilhaft finden. 

Sofort wird klar, welche Zwecke das Produkt erfüllen soll, wobei die Message bei dem dm Produkt durch die visuelle Darstellung (die Haarpracht) noch klarer rüberkommt. Rossmann ist da etwas puristischer. Informationen zu den Inhaltsstoffen und wie das Produkt angewendet wird, damit es bestmöglich wirkt, findet man bei beiden Verpackungen auf der Rückseite.

Das Versprechen

Ein Versprechen steht bei beiden Produkten im Vordergrund: die Locken-Definition. Gewelltes, lockiges und sogar krauses Haar soll hier gebändigt werden, so dass ihm eine Lebendigkeit zurück gegeben wird. Das Ergebnis soll ein glänzendes Finish sein. Dabei haben beide Produkte einen Hitzeschutz (Balea bis 220° C, Isana ohne Information), was gerade Anwenderinnen, die gerne einen Fön zum Einsatz bringen, entgegenkommt. Balea bietet zusätzlich eine integrierte Feuchtigkeitspflege.



Anwendung

Der Balea Pumpspender lässt sich einfacher bedienen, das Isana Produkt braucht schon ein wenig mehr Kraft, um die Creme aus dem Spender zu bekommen. Beide Produkte können sowohl im handtuchtrockenen, als auch im trockenen Haar eingearbeitet werden. Für ein Stylingprodukt ist es positiv, dass es nicht ausgespült werden muss. Beide Cremes duften angenehm, hinterlassen aber auch keinen Duft im Haar. 

Die Balea Cream ist von der Konsistenz her recht leicht, ähnlich einer Lotion, was ein Verteilen und Einarbeiten ins Haar sehr einfach macht. Ruckzuck ist das Haar gestylt und die Locken gebändigt. Die Isana Creme hingegen ist etwas fester und muss zwischen den Fingern erst mal vorbereitet werden, bevor man sie ins Haar geben kann. Hier habe ich den Eindruck, dass es sich nicht so gut verteilen und einarbeiten lässt. Außerdem haben wir hier eine recht klebrige Angelegenheit.

Inhaltsstoffe

Ein großer Vorteil des Isana Produkts, ist, dass es ohne Silikone auskommt. Das Balea Produkt leider schon. Der hohe Alkohol Gehalt in beiden Produkten (an zweiter Stelle) ist nicht bedenklich, da es sich um Cetearyl Alcohol, einem Fettalkohol, handelt, der nicht zu den schlechten Alkoholen gehört und nicht so austrocknend ist (hier findet ihr einen kleinen Ausflug zum Thema Alkohol).

Isana:
Aqua, Cetearyl Alcohol, Sorbitol, Isopropyl Palmitate, PVP, Glyceryl Stearate, Dicaprylyl Carbonate, Polyquaternium-44, Polyquaternium-16, Panthenol, Parfum, Glycerin, Quartz Powder, Sodium Laneth-40Maleate/Styrene,Sulfonate, Copolymer, Sodium Cetearyl Sulfate, Xanthan Gum, Hyxyl Cinnamal, Limonene, Linalool, Sodium Hydroxide, Lactic Acid, Ethylhexylglycerin, Phenoxyethenal, Benzoic Acid, Potassium Sorbate, Dehydroacetic Acid, Sodium Benzoate.

Balea:
Aqua, Cetearyl Alcohol, Propylene Glycol, VP/VA Copolymer, Isopropyl Palmitate, Dicarprylyl Carbonate, Capriylic/Capric Triglyceride, Benzoic Acid, Cetrimonium Chloride, Clylopentasiloxane, Tri-Methylsiloxyphenyl Dimethicone, Parfum, Polyquarter- Nium-37, Panthenol, Potassium Sorbate, Dimethiconol, Alcohol, Sodium Hydroxide, Alpha-Isomethyl Ionone, Citric Acid, Lauryl Glucoside, Hydrolyzed Corn Protein, Hydrolyzed Soy Protein, Hydrolyzed Wheat Protein, Limonene, Passiflora Incarnata Extract, Phenoxyetha-Nol, Tocopherol

Balea wirbt mit den pflegenden Inhaltsstoffen Panthenol, Phytokeratin und Passionsblumen-Extrakt. Bei Isana ist die Rede von Provitamin B5 und Bergkristall-Extrakten.



Mein Fazit

Das Isana Produkt ist für mich zu umständlich in der Handhabung. Sowohl der Pumpspender, der viel Druck benötigt, bis die Creme herauskommt, als auch die feste, klebrige Konsistenz der Lockencreme sagen mir nicht zu. Auch habe ich das Gefühl, dass man den Locken ansieht, dass sie mit einer Stylingprodukt "behandelt" wurden. Gut finde ich, dass es ohne Silikone auskommt.

Das Balea Produkt ist für mich ganz klar der Sieger: die Konsistenz ist so angenehm und leicht, sie lässt sich wunderbar in die Haare einarbeiten und die Locken bleiben damit in Schach. Sie werden schön definiert und erhalten die Sprungkraft, die Locken haben sollten. Ich bekomme damit meine Haare schön gebändigt, so dass ich mich auf die Straße wagen kann :) Es stört mich schon ein wenig, dass hier Silikone enthalten sind, da ich ja eigentlich darauf verzichten wollte. Aber solange ich keine Alternative habe, werde ich erst mal bei Balea bleiben. Nachgekauft ist das Produkt auch schon mehre Male.

Eins können beide nicht, die Haare pflegen. Diesen Punkt muss man über andere Produkte erfüllen.

Was sagt ihr? Habt ihr auch Locken und Erfahrung mit einem, oder gar beiden Produkten?

Donnerstag, 17. November 2016

Aussortiert: Manhattan Wake up Concealer

In meinem "Masse statt Klasse?" Post habe ich euch erzählt, dass ich mich - gerade bei dekorativer Kosmetik - reduzieren und mich auf gute Produkte fokussieren möchte, die für mich funktionieren. Eine große Aussortier-Aktion hat allerdings ergeben, dass immer noch eine Menge übrig bleibt. Deshalb habe ich mich entschieden, mich jede Woche von einem Produkt aus meiner aktuellen Schminkbox zu verabschieden.

Warum es ausgerechnet dieses Produkt getroffen hat, erzähle ich euch dann in einem kurzen Post und freue mich auf euer Feedback. Letzte Woche musste sich der

Manhattan Wake up Concealer

verabschieden.

Manhattan Wake up Concealer

Dieser Concealer verspricht

    • Augenringe und Rötungen zu korrigieren
    • und mit seinen lichtreflektierenden Pigmenten für ein frisches Aussehen zu sorgen, selbst müde Augen sollen wieder strahlen

Ich hatte viel Positives über diesen Concealer gelesen, deshalb habe ich mich überzeugen lassen. Und für knapp € 3,00 kann man ja nichts falsch machen.

Drei Farbvarianten stehen zur Auswahl, ich habe mich für die mittlere "02 Classic Beige" entschieden, die für mich die ideale Farbe für einen Concealer ist. Die sehr cremige Konsistenz lässt sich auch prima auftragen und einarbeiten. Die Augenfältchen werden nicht in Szene gesetzt und auch sonst wirkt das Produkt nicht austrocknend.

Manhattan Wake up Concealer


Aber ich habe mich trotzdem verabschiedet. Warum? Ganz einfach, es hat für mich absolut keinen Concealer-Effekt. Es deckt überhaupt nicht ab, wenn überhaupt ganz leicht. Das ist für mich nicht ausreichend genug.

Wenn ich schon einen Concealer verwende, dann verfolge ich damit das Ziel meine Augenschatten zu kaschieren. Wenn dies nicht funktioniert, habe ich leider keine weitere Verwendung für dieses Produkt. Auch eine aufhellende Wirkung hat dieses Produkt nicht. 

Kennt ihr diesen Concealer und falls ja, wie ist eure Meinung? Habt ihr vielleicht eine Concealer-Empfehlung für mich?

Sonntag, 13. November 2016

Meine #backtotheroots Reise nach Marokko: die Hinfahrt

Ihr wisst mittlerweile, dass ich aus Marokko komme. Das westlichste Land Nordafrikas, welches sowohl am Mittelmeer, als auch am Atlantik liegt, und durch die Meerenge von Gibraltar nur 14 km von Europa entfernt ist.

Als Kind bzw. Teenager sind wir regelmäßig alle zwei Jahre hingefahren, als Erwachsene habe ich diese Tradition etwas schweifen lassen. Aus verschiedenen Gründen war ich die letzten 7 Jahre nicht mehr in meiner Heimat, keine Frage, dass dieses Jahr die Reise oberste Priorität hatte.

Zum einen wollte ich meine lieben Verwandten wiedersehen, allen voran mein Opa, zum anderen wollte ich meinen Töchtern zeigen, wo ihre Wurzeln sind, wo sie herkommen. Und ganz nebenbei war ich sehr neugierig auf die Entwicklung, die das Land in den letzten Jahren durchgemacht hat. Zum Glück haben wir hier ein politisch stabiles Land, wirtschaftlich ist es im Aufschwung und zieht viele Investoren ins Land. Der Tourismus boomt, da wir trotz der ganzen Auffuhr in der arabischen Welt, ein recht sicheres Land ist. Ich wollte das ganze mit eigenen Augen sehen und eine Bestätigung bekommen, dass das, was wir in den letzten Monaten über Marokkaner in den Medien gehört haben, nicht Standard ist.

Wappen Marokkos

In meinem heutigen Post geht es um die Fahrt dorthin. Aber vorher möchte ich euch kurz einige Fakten zu meiner Heimat aufzählen:

  • Offizieller Name: Königreich Marokko (Al Mamlaka Al Maghribiya)
  • Lage: Nordwesten Afrikas, im Norden das Mittelmeer, im Westen der Atlantik, im Osten Algerien und im Süden Mauretanien
  • Hauptstadt: Rabat
  • ca 33 Mio. Einwohner
  • Landessprache: offiziell Arabisch, weitere Berberdialekte, Französisch ist als Geschäftssprache weit verbreitet; im Norden spricht man auch recht gut Spanisch
  • Religion: Islam
  • Unabhängig seit 1956 (nach einer kurzen Kolonialzeit)
  • Staatsoberhaupt: König Mohamed VI (seit 1999)
  • Regierungsform: Konstitutionelle Monarchie, Elemente parlamentarischer Demokratie; der König hat Vorrechte
  • Währung: Dirham (1 EUR = knapp 11 Dirham)

Das sollte vielleicht erst mal reichen, solltet ihr mehr Bedarf an Informationen zu und über Marokko haben, kann ich diesen Wunsch gerne aufgreifen. Gibt mir dann einfach in den Kommentaren Bescheid.

Los geht es mit der #backtotheroots Reise: Wir haben uns für eine Reise mit unserem Auto entschieden. Die knapp 3.000 km von Tür zur Tür sind viel, und zwei Tage Fahrt auch. Und wenn ihr uns für verrückt erklären möchtet, so kann ich euch doch beruhigen. Diese Hinfahrt gehört schon zum Urlaub, die Freude steigt mit jedem Kilometer und man bekommt Dinge zu sehen, die man nicht zu Gesicht bekommt, wenn man einfach ins Flugzeug steigt und drei Stunden später in einer anderen Welt wieder aussteigt.

Die letzten Tage vor der Reise waren richtig anstrengend, da musste das Gepäck für vier Personen für vier Wochen gepackt werden, das Auto musste vorbereitet werden, Proviant musste eingekauft werden und die Wohnung musste aufgeräumt werden (großes Dank an meine Mutter, die hier unterstützt hat).

Neben ausreichend Wasser für die ersten Stunden, gut eingepacktem Obst, ein paar Keksen und Muffins, Mini-Würstchen und Hähnchenbrustfiltets (angebraten - für Sandwiches) haben wir noch ein paar Süßigkeiten und Kaugummis eingepackt. Mehr braucht man gar nicht, da man auf der Strecke alles in den Raststätten bekommt. Ich gehöre nicht zu dem Typ Mensch, der Unmengen von Proviant einpackt und vielleicht etwas wegwerfen muss, weil die Kühlung nicht mehr so gut funktioniert oder es einfach nicht gegessen wird. Wenn ihr mehr dazu wissen möchtet, oder was sich in der Tasche meiner Töchter oder meiner eigenen "Kosmetiktasche" für die Fahrt befand, könnt ihr gerne Bescheid geben. Ich mache dann einen separaten Post daraus.

Abfahrt war dann am Samstag, 9. Juli 2016 um 5:30 Uhr morgens. Früher sind wir einfach nicht aus dem Bett gekommen. Ideal wäre es, wenn wir schon am Freitag hätten fahren können. Aber da haben wir noch fleißig gearbeitet :). 

Ca. 3 Stunden später waren wir dann an der belgisch-französischen Grenze (wir sind bei Aachen über die Grenze nach Belgien gefahren), wo uns der erste 4 km lange Stau erwartet hat. Aufgrund der besonderen Situation in Frankreich und dem bevorstehenden EM Finale wurden die Grenzen kontrolliert.


Der nächste Stau kam dann um 11:30 Uhr, als wir uns Paris näherten. Kein Wunder, Paris ohne Stau ist wie Weihnachten ohne Lebkuchen (was für ein Vergleich). Unsere Laune konnte nicht getrübt werden, auch wenn die Kids langsam fragen, wie lange es noch dauert. Diese hatten sich übrigens mit DVDs eingedeckt und so waren sie die Fahrt über gut mit Filme schauen beschäftigt :). Ich weiß, pädagogisch nicht besonders wertvoll, aber während so einer langen Reise doch Gold wert.




Am Nachmittag, zwischen Orleans und Tours, strahlte uns die Sonne bei wunderbaren 30° an. Auch die Vegetation ändert sich so langsam. Die flache Landschaft wird dürrer und trockener, die Weizenernte steht kurz bevor. Man kann das Auge schweifen lassen, wie es so schön heißt. Nach 13 Stunden Fahrt inkl. Pausen haben wir die ersten 1.000 km geschafft und das nächste Ziel liegt vor uns: Bordeaux.



Um uns herum nichts als Weinanbaugebiete. Auch Nadelbäume und Pappeln sieht man recht häufig. Sofort fällt mir Caudalie, meine Lieblings-Pflegemarke, ein und mein Eau de Beauté kommt direkt zum Einsatz.



Unser Ziel für den Abend ist es, ein Hotelzimmer zu finden, was uns zum Glück auch recht schnell gelungen ist.



Am nächsten Tag geht es um 6:30 Uhr weiter. Die Kids schlafen weiter und wir genießen die Landschaft, die so früh in Nebel getaucht ist. Und atmen die frische Luft, die nach Eukalyptus duftet, ein. 2 1/2 Stunden später finden wir uns in Spanien und in den Pyrenäen wieder. Die Fahrt durch das Baskenland bietet viel Grün, aber auch seltsam klingende Wörter. Die baskische Sprache sieht für mich aus, als hätte man lauter Buchstaben nach einem Zufallsprinzip aneinander gereiht.


Frühstück im Baskenland / Nordspanien
11:30 Uhr: wir verlassen das Baskenland, in der Landschaft dominieren nun erdfarbene Töne und immer wieder Gebirgszüge. Die Infrastruktur ist einfach top, wenn ich da an die Zeit, als ich noch ein kleines Kind war, zurückdenke, dann hat sich hier ein enormer Wandel vollzogen. Vorbei die Zeit von unbefestigten Serpentinen mit einem Abgrund, dass es einem schlecht wird.



Madrid lassen wir recht schnell hinter uns und erreichen gegen 18:00 Uhr die Weinanbaugebiete rund um Valdepenas. Die Sonne knallt mit 37° und wir sind froh, dass unsere Klimaanlage uns davon nichts spüren lässt. So sehr ich die Hitze liebe, bei einer so langen Fahrt ist es doch angenehm auf diese zurück zu greifen (auch wenn ich kein großer Fan von Klimaanlagen bin). Andalusien erreichen wir dann um 19:00 Uhr. Die Weinreben sieht man nicht mehr, dafür aber Olivenhaine. Schon eher was für mich :).

Unser erstes Schild, welches uns zeigt, dass wir auf der richtigen Route Richtung Marokko sind :)



Dieser Stier, Symbol Andalusiens, begegnet einem mindestens einmal auf der Strecke nach Marokko. So sind wir sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind ;)



Gazpacho

Die Nacht verpassen wir in einem Dorf bei Granada. Wir haben nach dem Abendessen, noch das EM Fußballfinale Frankreich : Portugal zusammen mit Spaniern angeschaut und sind dann müde ins Bett gefallen. Für die Anadalusier war der Tag aber noch lange nicht vorbei, bis tief in die Nacht saßen sie auf der Terrasse noch zusammen.









Die Fahrt geht am nächsten Tag (Montag) um 7:45 Uhr, nach einem Frühstück, weiter. Vor uns liegen Häuser im maurischen Stil und Olivenbäume. Die Landschaft ist eher dürr und immer wieder Gebirsgszüge, wenn auch nicht mehr so hoch. Das Meer (Mittelmeer) sehen wir zum ersten Mal auf unserer Reise um 9:00 Uhr, als wir Benalmádena erreichen.

Sonnenhut, Sonnebrille und bequeme Kleidung (Leinenhose und Baumwoll T-Shirt) gehören zu meiner Reiseausstattung in den Süden.



Die Fähre, die uns über die Straße von Gibraltar gebracht hat

Die Aufregung steigt und wir sind alle ganz hibbelig, als wir um halb 11 Algeciras erreichen, die Hafenstadt von der aus unsere Fähre nach Tanger (Marokko) geht. Wir haben unsere Fähre gerade verpasst, deshalb mussten wir auf die nächste warten. Was unserer Aufregung nicht gerade gut getan hat.


Ein Selfie von der Fähre ;)

Um 13 Uhr können wir dann endlich auf die Fähre und lassen das spanische Festland hinter uns. Es ist ein einfach unbeschreibliches Gefühl, wenn man zwischen den beiden Kontinenten fährt und man der Heimat immer näher kommt. Um 16 Uhr war es dann soweit, wir befahren zum ersten Mal nach langer Zeit marokkanischen Boden. Ein Glücksgefühl breitet sich aus, das Grinsen bekommen wir gar nicht aus dem Gesicht. Uns empfangen tolle 32 ° und sehr höfliche Grenzbeamte, die uns willkommen heißen.



Schnell verlassen wir den Hafen und durch die sehr gute Infrastruktur können wir direkt auf die Autobahn Richtung Fes fahren. Die trockene Landschaft mit ihrer roten afrikanischen Erde bietet immer wieder Grünflächen und zwischendurch sieht man, in der Nähe der Autobahn, Menschengruppen, die es sich mitten in der Landschaft bequem gemacht haben und die Zeit totschlagen.



Gegen 20 Uhr kommen wir endlich an unserem Ziel "Fes" an. Nach knapp 3.000 km und etwas mehr als 2 1/2 Tagen Fahrt sind wir ganz schön müde, aber auch glücklich :)

Happy Family

Wir haben unseren Spaß!!!
Ich werde hier erst mal einen Stopp machen und euch die verschiedenen Etappen in weiteren Post vorstellen. Ansonsten wird der Post einfach zu lang. 

Was sagt ihr zu unserer Fahrt? Wäre eine so lange Fahrt auch was für euch?